Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen («AGB») regeln die Nutzung der Software-as-a-Service-Lösung Stoxly sowie der Website stoxly.ch. Anbieter ist der Betreiber von Stoxly («Anbieter»), erreichbar per E-Mail an kontakt@stoxly.ch. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen schriftlich zustimmt.

Stoxly richtet sich ausschliesslich an Unternehmen, Selbständige und Organisationen, die die Software für ihre berufliche oder gewerbliche Tätigkeit nutzen («Kunde»). Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, nicht als Konsument zu handeln. Die Person, die das Konto eröffnet, bestätigt, dass sie zur Vertretung des Kunden berechtigt ist.

2. Vertragsschluss und Testphase

Der Vertrag entsteht mit der Registrierung. Die Testphase dauert 14 Tage, ist kostenlos und endet automatisch, ohne dass eine Kündigung nötig ist. Ein kostenpflichtiges Abonnement entsteht erst, wenn der Kunde aktiv einen Plan wählt und die Zahlung abschliesst. Nach Ablauf der Testphase ohne Abonnement bleibt das Konto nur noch lesend zugänglich.

3. Leistungen

Der Anbieter stellt die Software über das Internet zur Nutzung bereit. Der Funktionsumfang und die Limiten richten sich nach dem gewählten Plan gemäss der Preisseite zum Zeitpunkt des Abschlusses. Die Software wird so bereitgestellt, wie sie jeweils vorliegt («as is»). Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet aber keine bestimmte Verfügbarkeit und keine unterbruchsfreie oder fehlerfreie Nutzung. Unterbrüche wegen Wartung, Weiterentwicklung, Sicherheitsmassnahmen, Störungen bei Drittanbietern (z. B. Hosting, Zahlungs- oder E-Mail-Dienste) oder höherer Gewalt bleiben vorbehalten.

Der Anbieter darf die Software weiterentwickeln und einzelne Funktionen ändern oder ersetzen, sofern der vertraglich wesentliche Funktionsumfang erhalten bleibt.

Stoxly ist ein Hilfsmittel zur Lagerverwaltung. Auswertungen, Bestellvorschläge, Lagerwerte und Berichte sind rechnerische Hilfen auf Basis der vom Kunden erfassten Daten. Sie ersetzen weder eine Buchhaltung noch eine Inventur noch eine fachliche Prüfung. Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, sie vor geschäftlichen Entscheidungen zu prüfen.

4. Preise und Zahlung

Es gelten die Preise gemäss Preisseite in CHF, zuzüglich allfälliger gesetzlicher Mehrwertsteuer. Die Zahlung erfolgt im Voraus pro Monat oder Jahr über den Zahlungsdienstleister Stripe. Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter den Zugang nach 14 Tagen auf Lesezugriff beschränken und nach weiterem Verzug den Vertrag auflösen. Preisänderungen werden mindestens 30 Tage im Voraus angekündigt und gelten ab der nächsten Verlängerung. Bereits bezahlte Beträge werden nicht zurückerstattet, auch nicht bei vorzeitiger Kündigung oder Nichtnutzung, soweit nicht zwingendes Recht etwas anderes vorschreibt.

5. Laufzeit und Kündigung

Abonnements verlängern sich automatisch um die gewählte Periode. Der Kunde kann jederzeit auf Ende der laufenden Periode kündigen, direkt in der Software unter Einstellungen › Abo. Der Anbieter kann mit einer Frist von 30 Tagen auf Ende einer Periode kündigen. Aus wichtigem Grund, insbesondere bei Missbrauch, rechtswidriger Nutzung oder Zahlungsverzug, können beide Parteien fristlos kündigen. Nach Vertragsende kann der Kunde seine Daten während 30 Tagen exportieren. Danach darf der Anbieter sie löschen, vorbehalten sind gesetzliche Aufbewahrungspflichten.

6. Daten des Kunden und Datensicherung

Die vom Kunden erfassten Daten gehören dem Kunden. Der Anbieter bearbeitet Personendaten darin nur im Auftrag des Kunden und nur zur Erbringung der Leistung (Auftragsbearbeitung nach Art. 9 DSG). Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Der Anbieter trifft angemessene technische und organisatorische Massnahmen zum Schutz der Daten. Der Kunde bleibt aber selbst dafür verantwortlich, seine geschäftsrelevanten Daten regelmässig über die Exportfunktionen zu sichern und gesetzliche Aufbewahrungspflichten (z. B. Art. 958f OR) selbst zu erfüllen. Stoxly ist kein Archivierungssystem im Sinne der Geschäftsbücherverordnung.

7. Pflichten des Kunden

Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und ist für alle Handlungen über seine Konten verantwortlich. Er erfasst keine rechtswidrigen Inhalte, verletzt keine Rechte Dritter, nutzt die Software nicht missbräuchlich (z. B. automatisierte Massenabfragen, Angriffe, Umgehung von Limiten) und hält beim Erfassen von Personendaten (z. B. Kontaktpersonen bei Lieferanten oder Teammitglieder) das anwendbare Datenschutzrecht ein. Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf eine Verletzung dieser Pflichten zurückgehen.

8. Gewährleistung

Jede Gewährleistung für Mängel ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Insbesondere übernimmt der Anbieter keine Gewähr dafür, dass die Software den besonderen Anforderungen des Kunden entspricht, mit bestimmten anderen Systemen funktioniert oder dass Berechnungen und Auswertungen in jedem Einzelfall richtig sind. Gemeldete reproduzierbare Fehler behebt der Anbieter nach eigenem Ermessen in angemessener Frist. Weitergehende Ansprüche bestehen nicht.

9. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt nur für Schäden, die er absichtlich oder grobfahrlässig verursacht, sowie für Personenschäden und nach zwingenden Bestimmungen des Produktehaftpflichtgesetzes.

Im Übrigen ist jede Haftung des Anbieters ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig, gleich aus welchem Rechtsgrund. Ausgeschlossen ist insbesondere die Haftung für leichte und mittlere Fahrlässigkeit, für indirekte Schäden und Folgeschäden, entgangenen Gewinn, Betriebsunterbruch, Fehlbestände, Fehlbestellungen, verlorene oder verfälschte Daten, Ansprüche Dritter sowie für Schäden aus der Nutzung von Auswertungen und Bestellvorschlägen.

Die Haftung für Hilfspersonen und beigezogene Dritte (z. B. Hosting-, Zahlungs- und E-Mail-Anbieter) ist im gesetzlich zulässigen Umfang vollständig ausgeschlossen (Art. 101 Abs. 2 OR).

Soweit der Anbieter trotz dieser Bestimmungen haftet, ist die Haftung pro Kalenderjahr auf den Betrag begrenzt, den der Kunde in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis tatsächlich bezahlt hat. Während der kostenlosen Testphase ist jede Haftung im gesetzlich zulässigen Umfang ausgeschlossen.

10. Änderungen der AGB

Der Anbieter kann diese AGB ändern. Änderungen werden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail oder in der Software angekündigt. Ist der Kunde nicht einverstanden, kann er auf das Inkrafttreten hin kündigen. Nutzt er die Software danach weiter, gelten die geänderten AGB als angenommen.

11. Schlussbestimmungen

Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt der Rest gültig. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame, die ihrem Zweck am nächsten kommt; bei Haftungsbestimmungen gilt dann der weitestgehende gesetzlich zulässige Ausschluss. Mitteilungen per E-Mail genügen der Schriftform.

Es gilt ausschliesslich Schweizer Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Kollisionsnormen. Ausschliesslicher Gerichtsstand ist der Sitz des Anbieters.

Stand: 03.11.2026